Landwirtschaftlich genutzte Tiere
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Gut für Tiere
08.11.2018 | Anträge

Ablehnung eines Antrags für das Aussetzen von Tiertransporten in außereuropäische Länder - Dagegen

Hintergrund

In einem Antrag fordert die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, dass ein wirksamer Vollzug der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz von Tieren beim Transport auch bei Transporten EU-Drittstaaten sichergestellt wird. Dies entspreche einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes. Derzeit könne aber nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht sichergestellt werden, dass diese Bestimmungen eingehalten würden. Es müsse stattdessen davon ausgegangen werden, dass es bei Langstreckentransporten von Schlacht- und Zuchttieren zu systematischen Missachtungen der Tierschutzanforderungen komme. Bis die Einhaltung der Vorgaben gewährleistet sei, fordern die Abgeordneten in dem Antrag, dass Lebendtierexporte unterbunden werden. Zudem solle die Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz von Tieren beim Transport dahingehend geändert werden, dass die maximale Transportdauer bei inländischen Transporten auf vier Stunden und bei Transporten ins Ausland auf acht Stunden festgeschrieben werde.

Einschätzung

Im Antrag werden klare, direkte Konsequenzen für die Nichteinhaltung der Schutzverordnungen für Tiere beim Transport gefordert, da anders die massiven Verstöße nicht behoben werden können. Zudem setzen sich die Abgeordneten dafür ein, dass Transportzeiten begrenzt werden. Es wäre allerdings wünschenswert gewesen, wenn sie sich für ein generelles Verbot des Transports lebender Tiere eingesetzt hätten.

Abstimmung

Im Bundestag wurde nicht direkt über den Originalantrag abgestimmt, sondern über die Beschlussempfehlung des federführenden Ausschusses. Die Beschlussempfehlung empfahl den Antrag abzulehnen. Eine Ja-Stimme dieser Abstimmung ist also als eine Ablehnung des Antrags zu verstehen. Die Fraktionen CDU/CSU, SPD und FDP stimmten für die Ablehnung des Antrags. Die Fraktionen Bündnis 90 / Die Grünen, AfD und Die Linke stimmten gegen die Ablehnung des Antrags. Enthaltungen gab es keine. Eine Ablehnung des Antrags wird als schlecht für Tiere gewertet, eine Befürwortung des Antrags als gut für Tiere.


Quelle:

Antrag
Gesamtvorgang
 



Beteiligte Politiker*innen

Sahra Wagenknecht
Gregor Gysi
Cem Özdemir
Katrin Göring-Eckardt
Konstantin von Notz
Dietmar Bartsch
Renate Künast
Britta Haßelmann
Omid Nouripour
Anke Domscheit-Berg
Bernd Riexinger
Sevim Dağdelen
Jan Korte
Katharina Dröge
Martina Renner
Lisa Paus
Sven-Christian Kindler
Agnieszka Brugger
Nicole Gohlke
Petra Pau
Dieter Janecek
Amira Mohamed Ali
Tobias Lindner
Canan Bayram
Tabea Rößner
Kai Gehring
Klaus Ernst
Ekin Deligöz
Irene Mihalic
Sören Pellmann
Julia Verlinden
Andrej Hunko
Lisa Badum
Victor Perli
Matthias Gastel
Maria Klein-Schmeink
Ulle Schauws
Stefan Gelbhaar
Anna Christmann
Kordula Schulz-Asche
Wolfgang Strengmann-Kuhn
Gesine Lötzsch
Katja Keul
Filiz Polat
Kathrin Vogler
Beate Müller-Gemmeke
Petra Sitte
Cornelia Möhring
Żaklin Nastić
Matthias Birkwald
Harald Ebner
Claudia Müller
Ingrid Nestle
Markus Kurth
Corinna Rüffer
Bettina Hoffmann
Susanne Ferschl
Erhard Grundl
Stefan Schmidt
Jessica Tatti
Jörg Cezanne
Ralph Lenkert
Thomas Lutze
Beate Walter-Rosenheimer
Alexander Ulrich
Ottmar von Holtz
Gökay Akbulut
Claudia Roth
Steffi Lemke
Sven Lehmann
Caren Lay
Uwe Kekeritz
Kirsten Kappert-Gonther
Anton Hofreiter
André Hahn
Birke Bull-Bischoff
Franziska Brantner
Annalena Baerbock
Luise Amtsberg

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