Landwirtschaftlich genutzte Tiere
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Eher gut für Tiere
20.05.2021 | Parlamentarische Anfrage
Bund

Ablehnung eines Antrags zur Sicherung der Freiland- und Weidetierhaltung - Dagegen

Hintergrund

In einem Antrag fordert die Fraktion Die Linke, dass zur Sicherung der Zukunft der Freiland- und Weidetierhaltung ein Runder Tisch einberufen werde, der in einem breiten zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen Tierhaltenden, der Wissenschaft, der Tierärzteschaft, Naturschutzverbänden und anderen relevanten Akteur*innen Lösungen für die zunehmend schwieriger werdende Lage der Freiland- und Weidetierhaltung erarbeite. Unter anderem gerate diese Art der Tierhaltung durch Ausbrüche von Tierseuchen mehr und mehr unter Druck. Deshalb wird in dem Antrag gerade auch der Umgang mit solchen Situationen thematisiert. Es wird daher angemerkt, dass erarbeitet werden müsse, wie im Fall des Ausbruchs von Tierseuchen Ein- und Verschleppungsrisiken wissenschaftlich bewertet, politisch abgewogen und so minimiert werden können, dass die Tötung ganzer Tierbestände auf zwingende Ausnahmen begrenzt werde. Technische Schutzanlagen gehörten genauso dazu wie die Förderung der Entwicklung von Markerimpfstoffen, um das Prinzip „Impfen statt Töten“ umsetzen zu können. Grundlage müsse sein, dass eine Tötung von Tieren aus rein wirtschaftlichen Erwägungen unvereinbar ist mit dem Staatsziel Tierschutz.
 

Einschätzung

Die Ansätze der Förderung “Impfen statt Töten” sind positiv hervorzuheben. Auch ist die Weide- und Freilandhaltung vielen konventionellen Haltungsformen vorzuziehen. Gleichzeitig wird die Nutzung der Tiere an sich jedoch nicht zur Debatte gestellt. Auch die Freiland- und Weidetierhaltung kann die Tatsache nicht umgehen, dass die Körper von Tieren ausgenutzt werden. “Impfen statt Töten” ist zudem insofern irreführend, dass damit vermittelt wird, die Tiere würden nicht getötet werden, obwohl sie ja dennoch geschlachtet werden. Statt einer Sicherung der Tierhaltung für die Zukunft sollte vielmehr ein Abbau und Ausstieg aus der Tierhaltung forciert werden. 

Abstimmung

Im Bundestag wurde nicht direkt über den Originalantrag abgestimmt, sondern über die Beschlussempfehlung des federführenden Ausschusses. Die Beschlussempfehlung empfahl den Antrag abzulehnen. Eine Ja-Stimme dieser Abstimmung ist also als eine Ablehnung des Antrags zu werten. Die Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und AfD stimmten für die Ablehnung des Antrags. Die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen stimmten gegen die Ablehnung des Antrags. Enthaltungen kamen nicht vor. Die Befürwortung des Antrags ist als eher gut für Tiere zu werten, eine Ablehnung als eher schlecht für Tiere. 


Quelle:

Antrag
Gesamtvorgang
 



Beteiligte Politiker*innen

Sahra Wagenknecht
Gregor Gysi
Cem Özdemir
Katrin Göring-Eckardt
Konstantin von Notz
Dietmar Bartsch
Renate Künast
Britta Haßelmann
Omid Nouripour
Anke Domscheit-Berg
Bernd Riexinger
Sevim Dağdelen
Jan Korte
Katharina Dröge
Martina Renner
Lisa Paus
Sven-Christian Kindler
Agnieszka Brugger
Nicole Gohlke
Petra Pau
Dieter Janecek
Amira Mohamed Ali
Tobias Lindner
Canan Bayram
Tabea Rößner
Kai Gehring
Klaus Ernst
Ekin Deligöz
Irene Mihalic
Sören Pellmann
Julia Verlinden
Andrej Hunko
Lisa Badum
Victor Perli
Matthias Gastel
Maria Klein-Schmeink
Ulle Schauws
Stefan Gelbhaar
Anna Christmann
Kordula Schulz-Asche
Wolfgang Strengmann-Kuhn
Gesine Lötzsch
Katja Keul
Filiz Polat
Kathrin Vogler
Beate Müller-Gemmeke
Petra Sitte
Cornelia Möhring
Żaklin Nastić
Matthias Birkwald
Harald Ebner
Claudia Müller
Ingrid Nestle
Markus Kurth
Corinna Rüffer
Bettina Hoffmann
Susanne Ferschl
Erhard Grundl
Stefan Schmidt
Jessica Tatti
Jörg Cezanne
Ralph Lenkert
Thomas Lutze
Beate Walter-Rosenheimer
Alexander Ulrich
Ottmar von Holtz
Gökay Akbulut
Claudia Roth
Steffi Lemke
Sven Lehmann
Caren Lay
Uwe Kekeritz
Kirsten Kappert-Gonther
Anton Hofreiter
André Hahn
Birke Bull-Bischoff
Franziska Brantner
Annalena Baerbock
Luise Amtsberg

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