Tiere in der Forschung
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Schlecht für Tiere
20.05.2021 | Abstimmung über Gesetzentwurf
Bund

Abstimmung über Gesetzentwurf zu EU-Mindeststandards bei Tierversuchen - Dagegen

Hintergrund

Auf EU-Ebene ist der Schutz von Tieren, die für wissenschaftliche Zwecke ausgenutzt werden, gesetzlich verankert. Deutschland möchte diese EU-Richtlinie 2010/63/EU in nationales Recht umsetzen. Dafür sind Änderungen des Tierschutzgesetzes, ein Erlass der Tierschutz-Versuchstierverordnung und eine Änderung der Versuchtsiermeldeverordnung nötig. Da Deutschland bisher die europäischen Richtlinien nicht hinreichend umgesetzt hat, forderte die Europäische Kommission eine Überarbeitung der Gesetzesdefizite.

Einschätzung

Ein besserer Schutz von Versuchstieren ist grundsätzlich zu begrüßen. Bei der Anpassung der Gesetzeslage werden jedoch lediglich EU-Mindeststandards angepeilt. Immer noch sind schwerbelastende Tierversuche erlaubt. Die Genehmigungsbehörden sind zusätzlich in ihrer Prüfkompetenz - zu Lasten des Tierschutzes - eingeschränkt. Im Durchschnitt werden 99% aller Tierversuche genehmigt. Im deutschen Gesetz fehlt zusätzlich die Anforderung einer Begründung im Sinne des Nutzens des Tierversuchs im Vergleich zur Belastung der Tiere.

Grundsätzlich stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit vom Nutzen der Versuche und dem Leid der Tiere. Die meisten Versuche (z. B. von Medikamenten) an Tieren sind nicht auf den menschlichen Körper übertragbar. Aus diesem Umstand kann gesagt werden, dass die Versuche nutzlos sind und Tiere unnötig ausgenutzt werden und extrem leiden.

 

Abstimmungsverhalten

Im Bundestag wurde nicht direkt über den Gesetzentwurf abgestimmt, sondern über die Beschlussempfehlung des federführenden Ausschusses. Der Ausschuss empfahl den Gesetzentwurf anzunehmen. Die Fraktionen der SPD und der CDU/CSU stimmten für den Gesetzentwurf. Gegen den Entwurf stimmten die FDP-Fraktion, Die Linke und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die AfD-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung. Der Gesetzentwurf wurde damit angenommen.


Quelle:


Beteiligte Politiker*innen

Christian Lindner
Sahra Wagenknecht
Gregor Gysi
Katrin Göring-Eckardt
Konstantin von Notz
Dietmar Bartsch
Marco Buschmann
Renate Künast
Britta Haßelmann
Omid Nouripour
Konstantin Kuhle
Johannes Vogel
Anke Domscheit-Berg
Bernd Riexinger
Sevim Dağdelen
Jan Korte
Katharina Dröge
Frank Schäffler
Linda Teuteberg
Martina Renner
Bettina Stark-Watzinger
Lisa Paus
Sven-Christian Kindler
Agnieszka Brugger
Nicole Gohlke
Petra Pau
Otto Fricke
Dieter Janecek
Oliver Luksic
Amira Mohamed Ali
Canan Bayram
Tobias Lindner
Tabea Rößner
Kai Gehring
Gyde Jensen
Daniel Föst
Bijan Djir-Sarai
Christian Dürr
Klaus Ernst
Olaf in der Beek
Lukas Köhler
Ekin Deligöz
Irene Mihalic
Sören Pellmann
Julia Verlinden
Andrej Hunko
Lisa Badum
Victor Perli
Florian Toncar
Matthias Gastel
Maria Klein-Schmeink
Marcus Faber
Ulle Schauws
Stefan Gelbhaar
Anna Christmann
Kordula Schulz-Asche
Wolfgang Strengmann-Kuhn
Gesine Lötzsch
Katja Keul
Manuel Höferlin
Filiz Polat
Andrew Ullmann
Kathrin Vogler
Benjamin Strasser
Daniela Kluckert
Beate Müller-Gemmeke
Jens Brandenburg
Petra Sitte
Nicole Bauer
Cornelia Möhring
Żaklin Nastić
Matthias Birkwald
Sandra Weeser
Harald Ebner
Claudia Müller
Ingrid Nestle
Stephan Thomae
Markus Kurth
Torsten Herbst
Frank Müller-Rosentritt
Christine Aschenberg-Dugnus
Christoph Meyer
Ulrich Lechte
Corinna Rüffer
Mario Brandenburg
Michael Link
Bettina Hoffmann
Gerald Ullrich
Katrin Helling-Plahr
Katja Hessel
Alexander Müller
Renata Alt
Gero Hocker
Reinhard Houben
Susanne Ferschl
Thomas Hacker
Bernd Reuther
Christoph Hoffmann
Erhard Grundl
Karsten Klein
Carina Konrad
Nicole Westig
Peter Heidt
Manfred Todtenhausen
Judith Skudelny
Stefan Schmidt
Markus Herbrand
Matthias Seestern-Pauly
Jessica Tatti
Karlheinz Busen
Till Mansmann
Pascal Kober
Christian Sauter
Jörg Cezanne
Carl-Julius Cronenberg
Sandra Bubendorfer-Licht
Ralph Lenkert
Thomas Lutze
Gökay Akbulut
Luise Amtsberg
Annalena Baerbock
Franziska Brantner
Birke Bull-Bischoff
André Hahn
Anton Hofreiter
Kirsten Kappert-Gonther
Uwe Kekeritz
Wolfgang Kubicki
Caren Lay
Sven Lehmann
Steffi Lemke
Claudia Roth
Alexander Ulrich
Ottmar von Holtz
Beate Walter-Rosenheimer
Katharina Willkomm

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