Landwirtschaftsminister Alois Rainer spricht sich gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch aus. Er erklärt, Klimaschutz sei zwar ein Ziel der Bundesregierung, habe seiner Ansicht nach aber nichts mit Fleischkonsum zu tun. Er sagt, jeder solle Fleisch essen dürfen, wenn ersie das wolle. Man könnte meinen, er wolle die Verantwortung der Politik abwälzen und Konsum als reine Privatentscheidung darstellen.
Aus Tierrechtsperspektive ist die Position von Alois Rainer problematisch. Sie verharmlost sowohl die ökologischen als auch die ethischen Folgen von Fleischkonsum. Statt klare politische Schritte für Tier- und Klimaschutz einzuleiten, wird der Status quo stabilisiert und Desinformation verbreitet. „Wer Fleisch essen möchte, soll das auch tun dürfen“ klingt nach Freiheit, bedeutet aber für Milliarden Tiere weiterhin Leid und Tod. Eine tiergerechte und zukunftsfähige Politik würde Fleisch nicht steuerlich begünstigen, sondern seine wahren Kosten sichtbar machen und Alternativen fördern.
NDR, Klimawandel: Tabuthema Fleisch
Instagram, tagesschau, Beitrag vom 28.08.2025