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Landwirtschaftlich genutzte Tiere
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Schlecht für Tiere
27.05.2025 | Öffentliche Kommunikation
Bund

Alois Rainer will geplantes Verbot der Anbindehaltung von Kühen nicht weiterverfolgen

Der neue Agrarminister Alois Rainer (CSU) stoppt das geplante Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern, das unter der Ampel-Regierung bis 2035 umgesetzt werden sollte. Ein neuer Gesetzesvorschlag sei nicht vorgesehen. Aus dem Ministerium heißt es, das Vorhaben sei mit der alten Regierung verfallen. Rainer will keine Fristen nennen und verweist auf Planungssicherheit für die Betriebe. Auch eine von der Ampel geplante Kompromisslösung mit Kombi-Haltung für kleine Höfe ist vom Tisch. Trotz gegenteiliger Beteuerungen zum Tierwohl bleibt die Anbindehaltung somit bestehen – obwohl 84 % der Bevölkerung laut Umfrage dagegen sind.

Die Entscheidung, das Verbot der Anbindehaltung zu kippen, steht in krassem Widerspruch zu den Interessen der Tiere. Rainers Verweis auf Planungssicherheit und wirtschaftliche Interessen stellt das Wohl der Tiere eindeutig hinten an. Seine Aussage, man müsse „verantwortungsvoll mit Nutztieren umgehen“, könnte angesichts dieser Politik als Lippenbekenntnis gewertet werden. Die Anbindehaltung bedeutet dauerhafte Bewegungseinschränkung, soziale Isolation und psychische Belastung für Kühe – sie ist aus tierrechtlicher Sicht nicht akzeptabel. Dass der Minister keine konkreten Verbesserungen anstrebt, sondern auf „langfristige Übergänge“ verweist, zeigt, dass das grundsätzliche Leiden von Tieren nicht beendet, sondern verwaltet werden soll. Tierrechte bleiben erneut unberücksichtigt.


Quelle:

Agrarminister kippt Ketten-Verbot: Kühe müssen weiter angebunden leben!, Bild Zeitung



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