Zu einem durch das BMEL auf den Weg gebrachten Förderprogramm erklärt Anne Monika Spallek, Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft gemeinsam mit Ophelia Nick, dass kleinere Schlachtbetriebe ein integraler Teil stabiler Nahversorgungsketten seien. Da die Menschen vermehrt wissen wollten, woher das Fleisch, das sie essen, stamme und wie die Tiere gehalten und geschlachten wurden, sei es wichtig dezentrale Schlachtstrukturen und mehr "Tierwohl" zu schaffen.
Mobile und teilmobile Schlachtung werden als ein Lösungsansatz für mehr "Tierwohl", gute Einkommen der Landwirt*innen und Regionalität benannt. Missachtet wird dabei, dass es eine stressfreie oder "humane" Tötung empfindungsfähiger Lebewesen nicht gibt. Auch bei der mobilen Schlachtung wird das Leben eines Tieres beendet. Darauf, dass auch ein Ausstieg aus der Tierhaltung eine Option ist, die keine Tötung von Tieren voraussetzt, wird nicht eingegangen.
"Die Schlachtung im gewohnten Umfeld direkt auf dem Hof bedeutet für die Tiere viel weniger Stress."