In ihrer Rede spricht Astrid Damerow über verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit in der Ernährung. Dabei geht sie auf die Bedeutung der landwirtschaftlichen Tierhaltung im Kontext von Nachhaltigkeit ein. Sie äußert Bedenken, dass die angekündigte Novellierung des Tierschutzgesetzes der Ampel-Koalition darauf abziele, die Nutztierhaltung in Deutschland zurückzudrängen. Damerow warnt davor, dass eine Reduktion der Tierhaltung zu einem Anstieg der Importe tierischer Produkte aus Ländern mit niedrigeren Tierschutz- und Umweltstandards führen würde. Sie argumentiert, dass eine solche Entwicklung nicht im Sinne der Nachhaltigkeit sei und fordert daher eine Politik, die die heimische Nutztierhaltung stärkt und unterstützt.
Damerow stellt die landwirtschaftliche Tierhaltung als unverzichtbar für die Nahrungsmittelversorgung dar und verteidigt sie sogar im Kontext der Nachhaltigkeit. Dabei ignoriert sie das inhärente Leid und die umwelt- und klimaschädlichen Aspekte der sogenannten Nutztierhaltung. Die Befürchtung des Importe von Produkten tierischen Ursprungs aus dem Ausland mit gegebenenfalls niedrigeren Tierschutzstandards ist zwar berechtigt. Dabei verlagert sie allerdings die Verantwortung und nennt auch keine Alternativen. Vor diesem Hintergrund ist das Argument als Ausflucht zu verstehen, da ihre Schlussfolgerung ist, Tierschutzstandards gar nicht zu erhöhen.
Website Astrid Damerow, Prinzipien der Nachhaltigkeit, Bundestagsrede Nr. 30, astrid-damerow.de