Axel Schäfer (SPD) erörtert mit dem Tierpark Fossilium Bochum und Michelle Müntefering die Bedeutung der EU-Verordnung zur Bekämpfung invasiver Tier- und Pflanzenarten für Zoos. Die Europäische Kommission wolle die Ausbreitung von invasiven, gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten in Europa bekämpfen, indem diese zukünftig weder gehalten, noch importiert, verkauft oder gezüchtet werden dürfen. Obwohl sich die Verordnung der Europäischen Kommission vorrangig auf Freilandbestände beziehe, sind auch Zoos von den Vorgaben betroffen.
Schäfer und der Zoodirektor sind sich einig, dass zoologische Einrichtungen durch die Verordnung nicht an der Erfüllung ihrer Aufgaben im Rahmen der EU-Zoorichtlinien gehindert werden dürfen. „Zoologische Einrichtungen tragen nicht zur Verbreitung der invasiven Arten bei. Stattdessen nutzen sie als wichtige Naturlernorte vielmehr ihren Bildungsauftrag, um die Bevölkerung anschaulich über die Problematik zu informieren. Darüber hinaus sind sie ein einmaliger Spiegel der Artenvielfalt und spiegeln eine bedeutende Rolle beim Erhalt der Biodiversität. Um diesem Auftrag weiterhin nachkommen zu können, müssen Zoos von der Verordnung ausgenommen sein.“, so der Zoodirektor. Axel Schäfer habe seine Unterstützung zugesagt und seine Bereitschaft erklärt das Anliegen der Zoos in die jeweiligen Fachbereiche weiterzutragen.
Moderner Naturschutz und Erhalt der Biodiversität sollte nicht auf Kosten einzelner, eingesperrter Individuen passieren. Zumal Expert*innen bezweifeln, dass zoologische Einrichtungen einen Bildungsauftrag erfüllen und nicht viel mehr der reinen Unterhaltung dienen.