Daniela Ludwig (CDU) beantwortet auf abgeordnetenwatch.de die Frage, warum sie der Fristverlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration zustimmte. Einerseits hätten die Alternativen zur betäubungslosen Kastration noch Nachteile. Andererseits müssten die Ferkelbetriebe Mehrkosten tragen und könnten sich nicht gegen ausländische Betriebe, die nach ihrem Verständnis geringere Tierschutzstandards haben, behaupten. Sie befürchtet einen möglichen Strukturbruch bei ferkelerzeugenden Betrieben in Deutschland. In der Folge müssten Ferkel aus dem Ausland nach Deutschland transportiert werden. Mit der Fristverlängerung möchte sie die Übergangszeit verlängern, damit die Alternativverfahren etabliert werden können.
"Gerade die kleinen Betriebe wären besonders betroffen. Denn diese müssten die erheblichen Mehrkosten gegenüber ihren ausländischen Nachbarn tragen. Diesen Konkurrenzkampf können die kleinen Betriebe nicht bestehen. Damit würde die Ferkelerzeugung ins Ausland abwandern, mit niedrigen Standards. (…) Umfangreiche Tiertransporte von Ferkeln nach Deutschland wären die Folge. Dies wäre keinesfalls im Sinne des Staatsziels Tierschutz."
Abgeordnetenwatch: Frage an Daniela Ludwig von Henry B. bezüglich Landwirtschaft und Ernährung