Jan-Niclas Gesenhues betont in einem Instagram Beitrag die Notwendigkeit, den Schutz des Wolfs mit der Zukunft der Weidetierhaltung in Deutschland in Einklang zu bringen. Während der Wolf als streng geschützte Art eine wichtige Rolle im Ökosystem spiele, seien Schäferei und Weidetierhaltung essenziell für den Erhalt der Kulturlandschaft, Deichstabilität und Biodiversität. Sein Ansatz umfasst Herdenschutzmaßnahmen, finanzielle Unterstützung für Betriebe und ein effektives Wolfsmonitoring. Gleichzeitig spricht er sich für die Schnellabschussregelung des Umweltministeriums aus, um gezielt "Problemwölfe" zu entnehmen, wenn sie gut gesicherte Weidetiere reißen.
Aus tierrechtlicher Sicht ist die Anerkennung des Wolfs als schützenswerte Art positiv. Die Forderung nach besseren Herdenschutzmaßnahmen entspricht einem ethischen Ansatz, da sie Konflikte zwischen Wölfen und Weidetierhaltern verringern kann, ohne die Tiere zu töten. Die Schnellabschussregelung ist jedoch problematisch, da sie den Schutz des Wolfs schwächt und zu einer verstärkten Tötung führen könnte, anstatt nachhaltige Koexistenz zu fördern. Aus einer konsequenten tierrechtlichen Perspektive sollte der Fokus stärker auf präventiven Maßnahmen wie ausreichend finanziertem Herdenschutz, wolfssicheren Zäunen und nicht-tödlichen Vergrämungsmethoden liegen, anstatt auf Abschüssen.
Instagram Jan-Niclas Gesenhues, Beitrag vom 12.07.2024