Lina Seitzl kritisiert die Intention hinter einem Antrag der CDU/CSU, der vorsieht, dass Wölfe erleichtert bejagt werden können.
Sie hebt hervor, dass es der CDU/CSU darum gehe, wolfsfreie Zonen zu schaffen und, dass eigentlich bereits durch eine Lockerung im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) 2019 vorgesehen wurde, dass Wölfe geschossen werden können, wenn sie ernsthafte landwirtschaftliche Schäden verursachten.
Die derzeitige Situation der Wolfsbestände rechtfertige es nicht, Wölfe einfach so abschießen zu können. Gebraucht werde eine regelmäßige Überprüfung der Situation und in Einzefällen auch Entnahmen nach dem BNatschG und EU-Regelungen.
Grundsätzlich ist es positiv, dass Seitzl sich gegen den generellen Abschuss von Wölfen ausspricht. Sie nennt dabei allerdings keine Maßnahmen, mit denen ein möglichst friedliches Zusammenleben mit Wölfen, Menschen und Tieren ermöglicht werden könnten. Gegen den Abschuss argumentiert Seitzl vor allem mit den momentan niedrigen Beständen, lässt dabei allerdings nicht erkennen, welche Maßnahmen sie bei steigenden Beständen von Wölfen befürworten würde.
„Was wir definitiv nicht brauchen, sind populistische Forderungen“
Bundestag Mediathek, Wolfsbestandmanagement, 29.09.2022, Lina Seitzl