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Landwirtschaftlich genutzte Tiere
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Schlecht für Tiere
07.02.2025 | Öffentliche Kommunikation
Bund

Silvia Breher verteidigt Intensivtierhaltung – "Tierwohl" nur unter Vorbehalt

Auf eine Frage in einem Interview mit NWZ zur Bundestagswahl, ob sich an der intensiven Landwirtschaft im Oldenburger Münsterland etwas ändern müsse, stellt Silvia Breher (CDU) klar: Die Landwirtschaft in der Region entwickle sich weiter und solle das auch künftig können. Sie fordert dafür bessere Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Um mehr "Tierwohl" zu ermöglichen, wolle man genehmigungsrechtliche Hürden abbauen und Investitionen unterstützen – etwa für den Bau sogenannter Tierwohlställe. Zudem verweist sie auf Präzisionstechnologie, Digitalisierung und neue Züchtungstechniken als Wege zu mehr Nachhaltigkeit. Die Sicherung der Ernährung will sie als Staatsziel verankern.

Breher vermeidet jede Kritik an der intensiven Tierhaltung im Oldenburger Münsterland – einer der Regionen mit besonders hoher Tierdichte und bekannten Tierschutzproblemen. Stattdessen stellt sie wirtschaftliche Interessen und Standorterhalt in den Mittelpunkt. Ihre Forderung nach „besseren Rahmenbedingungen“ und „Planungssicherheit“ für die Agrarindustrie relativiert das Tierleid und stellt strukturelle Änderungen infrage. Die Förderung von Tierwohlställen könnte positiv sein, bleibt jedoch innerhalb eines Systems, das Tiere weiter als Produktionsmittel behandelt und nur marginale Verbesserungen bringt. Dabei dienen diese Umbauten vor allem der Imagepflege und um das verlorengegangene Vertrauen der Bevölkerung wieder zu erlangen, um die Tierhaltung langfristig zu sichern. Digitalisierung und neue Züchtungstechniken mögen Effizienz steigern, lösen aber keine ethischen Grundprobleme der Tierhaltung. Besonders kritisch ist der Versuch, die Sicherung der Ernährung als Staatsziel zu verankern, ohne dabei eine Ernährungswende oder tierfreie Alternativen zu berücksichtigen. Insgesamt fehlt jegliches echtes tierrechtliches Problembewusstsein – Tierwohl wird nur im Rahmen wirtschaftlicher Machbarkeit gedacht.


Quelle:

Silvia Breher (CDU) steht vor der Wahl Rede und Antwort, NWZ



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